Die Stasi-Wanzentechnik
Ein Berliner Psychologe namens Wolfgang Dutka besitzt eine sehr große Gerätesammlung aus den Zeiten des Kalten Krieges. Und er ist der einzige bei dem Stasitechnik für Dreharbeiten ausleihen kann.
Der gebürtige Hesse lebt seit 40 Jahren in Berlin, genauso lange sammelt er Stasitechniken. Er besitzt den originalen Kopfhörer den Ulrich Mühe in dem Film “Das Leben der anderen” trug.
An der Kellertür bei Dutka hängt das Filmposter als Beweis. In dem Film spielte Ulrich Mühe einen Stasiagenten namens Wiesler.
Die Produzenten sind nicht durch Zufall auf Dutka gestoßen,denn Dutka hat eine Art Monopol auf die Abhörtechnik der DDR auch ein alter DDR-Fernseher taucht in diesem Film auf. Die Geräte stammen aus Stasibesitz. Dutka verleiht seine Sammelstücke an Filmproduktionen gegen Bezahlung.
Dutka weiss worauf es bei Filmrequisiten ankommt, er stattete auch internationale Großproduktionen wie “Spy Game” mit Brad Pitt und Robert Redford aus, die Requisiten müssen leuchten und blinken.
Auf dem DDR-Vermittlungtelefon sieht man die Aufkleber des Films, rufte die Stasi an (“Dienst Intern”) leuchtete die gesamte 3. Reihe mit Lämpchen.
Ein weiteres Requisit ist ein harmloses Messgerät. Er hat selbst die Wanzen nachgebastelt aus Klavierdraht und Elektronikteilchen.
Die Stasi bastelte aus einem DDR-Hörgerät ein Minifunkgerät, dies konnte in der Kleidung versteckt werden. Ein weiteres größeres Funkgerät erfüllte den gleichen Sinn, wie das Minifunkgerät, und es war schmal genug um es in der Jackentaschemitnehmen zu können und per Minikopfhörer und Mikrofon konnte kommuniziert werden.
Mit im Koffer ist sogar die rote Bedienanleitung und der Akku bereit.
Auf dem Griff einer Kalaschnikow ist eine sowjetische Spionagekamera montiert, der Abzug diente für den Fotographen zum Auslöser.
In Wolfgang Dutkas Garage und Keller stapelt sich die DDR-Abhörtechnik. Ein Armeegrüner Kasten, der ein Minensuchgerät ist, lehnt bei Dutka an der Kellertür. Er besitzt auch ein DDR-Spulentonbandgerät MTL 19.
Der Grund für seine Sammelleidenschaft begann schon sehr früh.
Dutkas Vater war ein technischer Offizier und schenkte seinem damals dreizehnjährigen Sohn Wolfgang ausgemusterte Bundeswehrfunkanlagen, dies war Anfang der sechziger.
Dies weckte bei Dutka die Funkende Leidenschaft die bis heute angehalten hat und immer größer wird, die Filmindustrie freut sich.
Es sei ihm gegönnt und man hofft er wird dieses Hobby noch lange ausüben können.
