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Microsoft will künftig eine Auswahl verschiedener Webbrowser anbieten

Nachdem nun bereits seit einigen Monaten ein Streit darum tobt, ob es sich bei dem derzeitigen Angebot des Softwareherstellers Microsoft, welcher zusammen mit seinem Betriebssystem Windows lediglich den eigenen Webbrowser Internet Explorer ausliefert, um eine Wettbewerbsverzerrung handelt, hat sich das Unternehmen nun bereit erklärt, hier künftig einiges zu ändern.

Ein erster Vorschlag des Softwarekonzerns wurde von Seiten der EU-Kommission jedoch bereits abgelehnt, weshalb Microsoft nun nochmals nachbesserte und seinen neuen Vorschlag vorstellte.

Dem zu Folge will das Unternehmen sein Betriebssystem künftig zwar weiterhin mit dem Internet Explorer ausliefern. Wird dieser jedoch das erste Mal gestartet, soll er den Nutzern ein Auswahlfenster anzeigen, welches die derzeit 20 bekanntesten Webbrowser in Form einer Liste darstellt und die nutzer darauf hinweist, dass der Zugang zum Internet auf verschiedenen Wegen möglich ist.

Hierbei betont Microsoft, dass der eigene Internet Explorer keinesfalls an erster Stelle dieser Liste stehen soll, sondern sich in der alphabetischen Aufzählung aller Angebote mit einreihen wird. Möchte ein Nutzer dann einen anderen Webbrowser nutzen, so kann er diesen mit einem einzigen Mausklick bequem herunterladen und auf seinem Computer installieren.

Aber auch all diejenigen Internetnutzer, die sich nicht sofort für ein Angebot entscheiden können oder möchten sollen weiterhin die Möglichkeit haben, sich jederzeit für einen anderen Browser zu entscheiden. In diesem Falle könnten sie nach Angaben des Herstellers jederzeit einfach zu dem ersten Auswahlfenster zurückkehren, und die gewünschte Software herunterladen.
Gleichzeitig will Microsoft auch die Möglichkeit schaffen, die Icons anderer Webbrowser in die Taskleiste von Windows 7 zu integrieren, in welcher bisher lediglich das Zeichen des eigenen Angebotes Platz fand.
Eingeleitet wurde das derzeit bei der EU-Kommission anhängige Verfahren wegen Wettbewerbsbehinderung vor allem auf die Initiative des Software-Herstellers Opera, welcher eine entsprechende Beschwerde gegen Microsoft bei der EU-Kommission vorbrachte.

Sollten die Vorschläge des Software-Herstellers nun so umgesetzt werden, würde dies nach eigenen Angaben zudem eine große Umstellung für Microsoft bedeuten. Eine Entscheidung der EU-Kommission in dieser Frage liegt derzeit allerdings noch nicht vor.


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