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Neuer Detektor zur Erkennung von Sprengstoffbestandteilen

Bereits seit 2006 gehört es für Fluggäste zum Alltag, dass im Handgepäck nur sehr begrenzte Mengen an Flüssigkeiten transportiert werden dürfen, für deren Aufbewahrung zudem besonders strikte Sicherheitsvorschriften gelten. Eingeführt wurden diese Regelungen zum Schutz aller Passagiere an Bord von Flugzeugen als Folge der Terroranschläge vom 11. September.

Einen sicheren Schutz vor terroristischen Anschlägen kann dieses Vorgehen jedoch ebenso wenige biete, wie jede andere Form der derzeit eingesetzten Möglichkeiten der Sicherheitskontrollen. Ein zusätzlicher Nachteil der aktuellen Art der Kontrollen ist deren großer Zeitaufwand. Auch heute noch ärgern sich tausende Passagiere täglich über die langen Wartezeiten und verspäteten Abflüge an Flughäfen weltweit.
Abhilfe soll nun die neueste Entwicklung des Forschungszentrums Jülich schaffen. Dort entwickelten Physiker in den letzten Monaten einen Detektor, welcher nach ihren Aussagen innerhalb von Sekunden in der Lage ist, gefährliche Substanzen im Gepäck von Fluggästen zu erkennen.

Um gefährliche Substanzen wie flüssigen Sprengstoff oder Komponenten, aus denen ein solcher hergestellt werden könnte, zu erkennen nutzt der Detektor der Jülicher Forscher elektromagnetische Strahlung. Neu ist der Einsatz dieser Strahlung an sich zu Kontrollzwecken keineswegs. Lediglich der breite Frequenzbereich, in dem der neue Detektor arbeitet ist derzeit neu auf dem Markt. Bisherige Systeme nutzen lediglich einen sehr engen Frequenzbereich, was die Erstellung eines molekularen Fingerabdrucks nahezu unmöglich macht.

Durch den erweiterten Frequenzbereich ihres neuen Detektors, so erklären die Wissenschaftler aus Jülich bei der Vorstellung ihrer Entwicklung in der Fachzeitschrift „Superconductor Science and Technology“ , lässt sich innerhalb von Millisekunden ein eindeutiger molekularer Fingerabdruck aller vorhandenen Flüssigkeiten aus den Messergebnissen der elektromagnetischen Strahlung erstellen. Dieser kann dann ebenfalls in kürzester Zeit mit einer elektronischen Datenbank abgeglichen werden, in welcher die Daten gefährlicher Substanzen hinterlegt sind. Flüssiger Sprengstoff oder einzelne Bestandteile, welche die Mischung eines solchen ermöglichen würde, können somit schnell und ohne großen Aufwand erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden.

Dank dieser neuen Technik könnten sowohl Service als auch Sicherheit im Flugverkehr deutlich verbessert werden.


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