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Neuer Schritt zur Vereinheitlichung von Mobiltelefonen – 3,5mm-Buchsen für alle

Nachdem sich die Handyhersteller bereits Mitte dieses Jahres auf einen einheitlichen Anschluss für Ladegeräte einigten, regen Fachleute nun bereits den nächsten Schritt in Richtung einheitlicher Handy-Ausstattung an. Wie die Chancen dafür stehen ist jedoch vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache ungewiss, dass die Einigung für die Nutzung des Mini-USB-Anschlusses zum Laden aller Mobiltelefone erst auf starken Druck der EU-Kommission erfolgte, welche den Herstellern hierfür eine gesetzliche Regelung androhte.

Die neuen Anregungen kommen von den Veranstaltern der Mobilfunkmesse CITA Wireless, die in San Diego stattfindet. Diese regten an, alle Mobiltelefone zukünftig mit 3,5mm-Anschlüssen auszustatten, welche es den Benutzern ermöglichen sollen, die gleichen Kopfhörer und Headsets mit jedem Handy zu nutzen. So könnten nach Angaben der Verantwortlichen nicht nur Umweltbelastungen durch den immer wiederkehrenden Austausch der Zubehörteile vermieden werden, sondern den Verbrauchern würden auch enorme Kosten erspart.

Derzeit geht der Kauf eines neuen Handys meist mit erheblichen zusätzlichen Kosten einher, da in diesem Fall auch gleichzeitig ein neues Headset angeschafft werden muss. Vor allem Musikfans leiden hier unter den unterschiedlichen Anschlüssen der verschiedenen Hersteller. Sie legen besonders großen Wert auf hochwertige Kopfhörer, und sind auch bereit dafür Geld auszugeben. Kaufen sich diese Verbraucher dann ein neues Mobiltelefon, können sie ihr bisheriges Headset oftmals nicht mehr nutzen, und müssen sich auf die Suche nach einer neuen Lösung machen, deren Klangeigenschaften ihren Wünschen gerecht wird.

Wenig Qualität haben hingegen oftmals die Headsets zu bieten, welche die Hersteller ihren Geräten beilegen. Sie dienen meist nur zum telefonieren und bringen deshalb nicht die Voraussetzungen für ungetrübten Musikgenuss mit.
Mit der Forderung nach einer 3,5mm-Klinken-Buchse für alle Telefone stoßen die CITA Verantwortlichen bei den Herstellern jedoch nur auf wenig Verständnis. Vor allem die Designer der Telefone sprechen sich eindeutig gegen deren Integration in ihre Mobilfunkgeräte aus. Sie sehen darin einen großen Eingriff in das Design der Telefone, da die Buchse durch ihre Größe meist besonders auffallen würde.

Einige Hersteller haben jedoch trotzdem bereits Wege gefunden, die Anschlüsse ohne optische Verluste in ihre Handys zu integrieren. Bestes Beispiel hierfür ist vermutlich Sony Ericsson. Der Hersteller integrierte die 3,5mm Buchse in das Mikrophon seines Handys, und ermöglicht den Nutzern so, das Gerät auch bei angeschlossenen Kopfhörern noch die Freisprechfunktion des Handys für Telefonate zu nutzen. Wer jedoch herkömmliche Audio-Kopfhörer nutzt, wird deren Stecker auch in Zukunft für Telefonate aus dem Handy ziehen müssen, da solche Kopfhörer nicht über ein Mikrofon verfügen.


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