Strompreise werden erhöht
Zum Jahresende erhöhen zahlreiche Stromanbieter ihre Strompreise. Die Verbraucher müssen dann wieder einmal mehr bezahlen und die Haushaltskasse wird wieder enger geschnürt.
Die Erhöhung der Strompreise wird im Schnitt bei 5 Prozent liegen. Für die Haushalte bedeutet das bei einem Durchschnittsverbrauch von etwa 4.000 kWh eine Belastung von 46 Euro mehr.
Es gibt sogar eine Erhöhung von 14 Prozent zu berichten. Dies wird bei einem der größten Stromversorger, der EWE, sein. Begründet wird diese drastische Anhebung mit der Erhöhung der Netzentgelte, den gestiegenen Einkaufspreisen und den wesentlich höheren Kosten der erneuerbaren Energien.
Dass ein Ausbau für erneuerbare Energien wichtig ist, dürfte jedem klar sein, denn die Klimaziele sollen erreicht werden. Dass dadurch der Preisanstieg von EWE erklärt wird, ist kaum zu verstehen. Die höheren Kosten für Strom aus den erneuerbaren Energien machen rund ein Drittel der Erhöhung aus. Der Rest fällt auf die erhöhten Netzentgelte und die gestiegenen Beschaffungskosten. So muss der Kunde von EWE auch die schlechte Einkaufspolitik des Stromversorgers bezahlen. EWE-Vertriebsleiter Christian Haferkamp sagt, dass in den Strompreisen auch die Stromteilmengen enthalten sind, die EWE zu viel zu hohen Handelspreisen im Jahr 2008 eingekauft worden sind. Durch den Preisfall an der Strombörse konnte aber der Kunde bislang nicht profitieren.
Es gibt aber noch mehr Stromanbieter, die ihre Preise erhöhen. Nicht nur dass die Privatkunden bis zu 6 Prozent mehr bezahlen müssen, auch die Gewerbekunden müssen mehr zahlen, bis zu 10 Prozent. Und die Begründungen sind immer die gleichen, es wird alles auf die erhöhten Kosten für die erneuerbaren Energien geschoben.
Von den Umweltschützern werden diese Argumentationen zurückgewiesen. Die Förderungen von Windkraft und Sonne machen laut Agentur für erneuerbare Energien nur 5 Prozent des gesamten Strompreises aus.
Für die Stromverbraucher wird ein Ende für die Erhöhungen nicht zu sehen und Experten glauben, dass noch wesentlich mehr Stromanbieter, auch die kleinen Versorger, ihre Preise drastisch anheben werden. Aber de Verbraucher müssen sich dies nicht gefallen lassen und können die Erhöhung stoppen, indem sie den Stromanbieter wechseln. Nur so ist es möglich, dass die Versorger endlich mit den Erhöhungen aufhören. Schließlich möchte keiner der Stromanbieter irgendwann ohne Kunden dastehen.
Aber es könnte weitere Probleme für die Energieverbraucher geben. Diese ergeben sich zum einen aus der Beschaffungsstrategie und zum anderen aus den gesteigen Kosten, die sich aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ergeben.
Es bleibt abzuwarten, ob die Versorger die Preise noch weiter anheben, als es bis jetzt schon geplant ist.
